Auch Mittelmeer-Urlauber können
ärztlichen Rat gut gebrauchen


Ärzte Zeitung, 15. 5. 2007

Von Ursula Armstrong

Jedes Jahr reisen über 23 Millionen Deutsche in die Mittelmeer-Region. Die Infektionsrisiken dort werden von vielen Touristen nicht ernst genommen - schließlich ist ein Urlaub in Spanien oder Südfrankreich doch etwas anderes als eine Reise nach Uganda oder Kambodscha. Dennoch brauchen auch diese Touristen eine reisemedizinische Beratung. Denn im südlichen Klima können sich Viren und Bakterien besser ausbreiten als hierzulande. Und es gibt auch mehr Insekten, die Krankheitserreger übertragen können.

Viele Patienten sind dankbar, wenn man sie auf ihre Urlaubspläne anspricht und ihnen gegebenenfalls eine reisemedizinische Beratung anbietet. Das Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf gibt Tipps, die Ärzte Patienten vor Reisen in die Mittelmeerländer geben können.

Wichtig ist, den Impfschutz zu überprüfen und aufzufrischen. Das gilt vor allem für die Impfungen gegen Tetanus und Diphtherie. Auch ist das Risiko, sich mit Hepatitis-A-Viren zu infizieren, in Süditalien achtmal höher als in Deutschland und in der Türkei sogar 50-mal höher. Wer unter einfachen Bedingungen am östlichen Mittelmeer oder in Nordafrika unterwegs ist, sollte gegen Typhus geimpft sein. Für Nordafrika wird empfohlen, den Polio-Schutz aufzufrischen.

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