Vor USA-Reisen sind Beratung und Impfen sinnvoll

Ärzte Zeitung, 21. 3. 2007

Hepatitis A, Thrombose, Bären, Pestbakterien und Höhenkrankheit - Alaska oder Death Valley sind nicht so ohne

Der Grand Canyon, die Sümpfe der Everglades, die Rocky Mountains, Alaska und die Wüste im Death Valley - Rundreisen durch die USA sind bei vielen Deutschen beliebt. Doch selbst für dieses Land mit seinem hohem hygienischen Standard ist eine reisemedizinische Beratung empfehlenswert.

Von Ursula Armstrong

Denn auch in den USA können auf Reisende nennenswerte gesundheitliche Probleme zukommen, sagte Dr. Dieter Mayer auf einer Veranstaltung des Centrums für Reisemedizin und des Auswärtigen Amtes in Berlin. So empfiehlt er, die in Mitteleuropa üblichen Standardimpfungen zu überprüfen und bei Bedarf aufzufrischen: Tetanus, Diphtherie und Polio.

"Die Hepatitis-A-Impfung ist ebenfalls für die USA angebracht", sagte der Facharzt für Allgemeinmedizin mit Schwerpunkt Reisemedizin aus Mülheim-Kärlich.

Die Hepatitis A kommt in den USA mit hoher Inzidenz vor

Besonders im Südwesten und im Westen der USA sowie in Alaska ist Inzidenz für Hepatitis A hoch, sie liegt bei jährlich über 20 Neuerkrankungen pro 100 000 Einwohner. Während der Grippesaison rät er außerdem zur Influenza-Impfung. Denn Reisende sind besonders gefährdet, weil sie auf dem Flughafen, in den Hotels oder im Bus mit vielen anderen Menschen zusammentreffen. Für Risikogruppen sind weiterhin Impfungen gegen die Pneumokokken-Pneumonie oder gegen Hepatitis B ratsam.

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