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Dengue-Viren gehören zu den
Globalisierungsgewinnern
Ärzte zeitung. 28. 2. 2007 |
| Von Ursula Armstrong
Wer derzeit in die Tropen Südamerikas reist, sollte sich gut
vor Mückenstichen schützen. Denn die kleinen Blutsauger
können dort nicht nur Malaria und Gelbfieber übertragen,
sondern zunehmend auch Dengue-Fieber. Und dagegen gibt es weder
eine Impfung noch eine medikamentöse Prophylaxe.
Der derzeitige Ausbruch von Dengue-Fieber in Südamerika macht
deutlich: Das Virus hat längst die tropischen Regionen der
Welt erobert und zählt damit zu den Globalisierungsgewinnern.
Denn in den 50er Jahren war Dengue-Fieber nur in einer kleinen asiatischen
Region endemisch. Doch dann ist das Virus um die Welt gereist -
etwa in Autoreifen, die exportiert wurden. Schon kleine Pfützen
in den Reifenkuhlen reichen den Aedes-Überträgermücken
zum Brüten. Heute ist das Virus in über 100 Ländern
in Asien, Afrika, Mittel- und Südamerika heimisch und tritt
sogar in den USA auf - 2005 gab es einen lokalen Ausbruch in Texas.
Inzwischen erkranken jährlich etwa 50 Millionen Menschen an
Dengue-Fieber, so die WHO.
Doch schon bevor sich das Virus weltweit in den Tropen etabliert
hatte, gab es immer wieder einzelne lokal begrenzte Epidemien, auch
in Europa. So ist ein Ausbruch in den Jahren 1927 und 1928 in Griechenland
dokumentiert. Damals sind über eine Million Menschen erkrankt,
etwa 1000 sind daran gestorben. Da sich Überträger wie
die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) zunehmend auch
im Süden Europas heimisch fühlen, sind neue Ausbrüche
der Krankheit in Europa nicht auszuschließen.
Weiter siehe www.aerztezeitung.de
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