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| Lustlosigkeit
und Schlafstörungen deuten auf
Burn-out-Syndrom
Ärzte Zeitung, 20. 4. 2005 |
| Von Ursula Gräfen
"Nehmen wir einen engagierten Arzt. Seit Monaten ist er nur
noch in der Praxis. Auch am Wochenende arbeitet er. Er hat keine
regelmäßigen Mahlzeiten. Seine Frau beklagt sich, sie
sehe ihn gar nicht mehr. Er ist total erschöpft und am Rande
seiner Kapazitäten. Wenn er so weiter macht, gerät er
automatisch in ein Burn-out."
Der Psychiater Privatdozent Dr. Götz Mundle, Chefarzt an der
Oberbergklinik Schwarzwald in Hornberg, hat dieses Beispiel ganz
bewußt gewählt. Es zeigt eine Situation, wie sie viele
Ärzte kennen. Die Arbeit in der Praxis scheint immer mehr zu
werden, es bleibt keine Zeit mehr für die Familie, ganz zu
schweigen von Hobbies, wie man sie früher ausgeübt hat.
Die Arbeit frißt einen auf, man ist ständig erschöpft,
und nicht mal Schlaf bringt Erholung. Alles zusammen sind das die
typischen Warnzeichen für ein Burn-out-Syndrom.
Krank wird, wer sich dauerhaft überfordert
Es ist ein Erschöpfungszustand, ein Syndrom, das auftritt,
wenn jemand chronisch über seine eigenen Grenzen hinausgegangen
ist. Mundle vergleicht das mit einem Motor, der nur auf den höchsten
Drehzahlen läuft: "Wenn ein Motor immer im roten Bereich
gefahren wird, hat er eine deutlich kürzere Lebenszeit."
Für kurze Zeit im roten Bereich zu fahren, ist kein Problem.
Das kann sogar wichtig sein. Entscheidend ist die chronische Überforderung.
Weiter siehe www.aerztezeitung.de
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