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kleinsten Symptom fürchten sie zu sterben:
Vier bis sechs Prozent der Patienten sind Hypochonder
Ärzte Zeitung, 10. 12. 2003 |
| Von Ursula Gräfen
"Eines Morgens war mein Arm geschwollen. Ich machte mir gleich
große Sorgen: Könnte das eine Blockade des lymphatischen
Systems sein? Vielleicht gar verursacht durch Krebs? Mein Doktorvater
meinte dann, es liegt wohl nur daran, daß ich am Tag vorher
mit der Kettensäge gearbeitet habe...
Das hat mir gezeigt, daß jeder etwas von seiner Ratio verliert,
wenn er Angst hat", erzählt der US-amerikanische Hypochondrie-Experte
Dr. Brian Fallon in einem Interview mit "New Scientist"
online. Seit 15 Jahren beschäftigt sich der Psychiater, der
an der Columbia University in New York arbeitet, mit der Krankheit
Hypochondrie.
Viele sind enttäuscht, wenn sie gesund sind
Hypochondrie sei sehr häufig, vor allem, wenn "Dinge wie
Anthrax" in der Luft seien. Meist ist das aber eine vorübergehende
Hypochondrie. Voll ausgeprägte Hypochondrie haben Fallons Erfahrung
nach zwischen vier und sechs Prozent der Patienten in den Arztpraxen.
Patienten sind dann als Hypochonder definiert, wenn sie seit mindestens
sechs Monaten unerklärliche körperliche Symptome oder
funktionelle Einschränkungen haben, sagt Professor Karl Köhle,
der Direktor des Instituts für Psychosomatik und Psychotherapie
der Uniklinik Köln.
Weiter siehe www.aerztezeitung.de
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