Diarrhoe erwischt jeden dritten Tropenreisenden,
doch meist verläuft der Pyramiden-Sidestep milde

Ärzte Zeitung, 5.8.2003

Von Ursula Gräfen

Montezumas Rache, Pyramiden-Sidestep, Delhi Belly - schon daß der Reisediarrhoe so viele Spitznamen gegeben worden sind, ist ein Hinweis auf ihre Häufigkeit: Sie gehört fast zum Alltag von Tropenreisenden. Und Durchfälle sind wirklich die häufigsten Gesundheitsprobleme auf Reisen in Länder mit einem niedrigeren Hygienestandard.



Die Inzidenz der Diarrhoe bei Reisen in tropische und subtropische Regionen liegt durchschnittlich bei 30 bis 40 Prozent, auf einigen Nilkreuzfahrtschiffen erwischt es sogar 80 Prozent der Passagiere, so die Tropenmediziner Dr. Michael Hoelscher und Professor Thomas Löscher vom Klinikum der Universität München
("Klinikarzt" 32, 2003, 214).

Reisediarrhoe beginnt meist am dritten Tag nach Ankunft

Über Reisediarrhoe sollte deshalb in der Beratung vor einer Reise in ein tropisches oder subtropisches Land gesprochen werden. Da sollte man gleich beruhigen, denn meist verläuft eine Reisediarrhoe milde. Nur etwa ein Prozent der Patienten müssen ins Krankenhaus, und etwa 20 Prozent sind bettlägerig.

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