Charakteristisch
für das südliche Tansania sind Miombo-Wälder aus laubabwerfenden
Bäumen, die von Juni bis August fast täglich wechselnde
Stadien von zarten Rot-, Violett-, Braun- und Gelbtönen durchlaufen.
Ruaha ist reich an Tieren. Es gibt große Elefanten- und Büffelherden.
Mit etwas Glück kann man seltene Antilopen wie Rappen- und Pferdeantilopen
sehen, auch die imposanten Großen und die scheuen Kleinen Kudus
kommen vor. Über 500 Vogelarten gibt es. Allerdings auch viele
Tsetse-Fliegen. Sie übertragen hier zwar keine für Menschen
gefährlichen Erreger, aber ihre Stiche sind unangenehm. Guter
Mückenschutz ist auch tagsüber sinnvoll. In
Ruaha gibt es nur wenige Lodges. Wer das unverfälschte Afrika
liebt und mal mitten im Busch wohnen möchte, für den ist
das Mdonya Old River Camp genau richtig. Das Camp gibt es erst seit
einigen Monaten. Elf Zelte, jedes mit einem gemauerten Bad, stehen
mitten im Busch, direkt an einem ausgetrockneten Flußbett.
Von der überdachten Terrasse aus kann man Tiere in Hülle
und Fülle beobachten. Die Zelte sind einfach, aber liebevoll
dekoriert mit Pflanzenschoten, Federn und anderen Dingen, die man
im Busch so findet. Die jungen italienischen Manager legen großen
Wert auf gutes italienisches Essen. Man kann hier also das seltene
und etwas absurde Erlebnis haben, mittags zum Beispiel Kaffernbüffel,
die in einiger Entfernung im Schatten dösen, zu beobachten,
während man seine Gnocchi mit Pesto ißt und hinterher
seinen Espresso trinkt.
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